Brückentage 2008

Gleich zu Jahresbeginn kann der Weihnachtsurlaub mit einem Brückentag verlängert werden, um die Silvesterfeier entsprechend zu verarbeiten. Denn der 1. Januar fällt auf einen Dienstag. Wer den Montag in den Firmen-Urlaubsplan einträgt, hat gleich ein langes Wochenende zum Start des Jahres. Pech haben die Bürger in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen Anhalt, fällt der 6. Januar (Heilige Drei Könige) doch im kommenden Jahr auf einen Sonntag. Aber für alle gilt: Mit dem Einsatz von vier Urlaubstagen (Montag, Mittwoch bis Freitag) sind neun freie Tage am Stück drin.

Die Narren ziehen 2008 schon sehr früh durch die Straßen: Rosenmontag ist bereits am 4. Februar. Traditionell muss die fünfte Jahreszeit aber ohne gesetzlichen Feiertag auskommen.

Zuschlagen können Arbeitnehmer erst wieder an Ostern. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, dem Arbeitsplatz für längere Zeit den Rücken zu kehren. Wer sich dazu entschließt, in den vier Tagen vor Karfreitag (21. März) Urlaub einzureichen, sieht seinen Schreibtisch für zehn Tage nicht mehr. Ist man bereit, vier weitere Tage (nach Ostermontag, 24. März) zu nehmen, springt sogar ein stattlicher Urlaub von 16 Tagen heraus.

Gut vier Wochen später kann die Freizeitplanung von neuem losgehen: Denn der 1. Mai (Tag der Arbeit) fällt auf einen Donnerstag. Je nach Planung ist bei einem Urlaubstag ein langes Wochenende (1. bis 4. Mai) möglich, bei vier frei genommenen Tagen gleich ein neuntägiger Urlaub (26. April bis 4. Mai). Einziger Wermutstropfen: Christi Himmelfahrt fällt 2008 mit dem Tag der Arbeit zusammen, womit eine weitere sichere Bank für ein langes Wochenende entfällt.

Wenig später, am 12. Mai, ist Pfingstmontag: Kühne Urlaubsplaner können beim Einsatz von sechs Urlaubstagen vom 1. bis 13. Mai der Arbeit fernbleiben - ganze zwölf Tage. Arbeitnehmer in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland können eine Woche später schon wieder ein langes Wochenende einplanen. Denn Fronleichnam (22. Mai) ist in diesen Bundesländern ein Feiertag.

Des einen Freud', des anderen Leid

Der nächste bundesweite Feiertag ist dann erst wieder im Oktober. Bayern und Saarländer sollten sich aber noch den 15. August vormerken, der 2008 auf einem Freitag liegt. An diesem Tag wird in den beiden Bundesländern Maria Himmelfahrt gefeiert, und ein langes freies Wochenende ist möglich. Die gleiche Konstellation gibt es für alle Bundesbürger am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, der im kommenden Jahr auch auf einen Freitag fällt. Neben einem langen Wochenende sind beim Einsatz von vier Urlaubstagen gleich neun Tage ohne Arbeit drin (27. September bis 5. Oktober).

Am Freitag, 31. Oktober, ist in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Reformationstag. Auch dann gilt: Langes Wochenende oder mit vier Tagen Urlaub neun Tage nicht zur Arbeit gehen (25. Oktober bis 2. November). Des einen Freud', des anderen Leid: Da der Reformationstag auf einen Freitag fällt, ist tags drauf Allerheiligen ein Samstag, was die Arbeitnehmer in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland ärgern dürfte. Über einen exklusiven Feiertag dürfen sich die Sachsen am Mittwoch, 19. November, freuen. Denn der Buß- und Bettag, der zur Finanzierung des Arbeitgeberanteils an der Pflegeversicherung in allen anderen Bundesländern abgeschafft wurde, ist in Sachsen arbeitsfrei.

Kaum besser könnte Weihnachten 2008 aus Sicht der Arbeitnehmer liegen: Die Weihnachtsfeiertage fallen auf Donnerstag und Freitag.